Farm Credit Canada

Farming
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Farm Credit Canada (FCC), einer der wichtigsten Kreditgeber für kanadische Landwirte, hat auf der Basis des RIA-Frameworks ULC Core (UltraLightClient) von Canoo Engineering seinen Darlehensverlängerungs-Prozess in Rekordtempo automatisiert.

 

Beim Stichwort Kanada denkt man an endlose Felder mit Weizen, gelbblühendem Raps und Weiden mit riesigen Rinderherden. Tatsächlich ist Kanada aufgrund seiner hohen  Produktionsüberschüsse einer der grössten Exporteure landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die agrikulturelle Nutzung konzentriert sich jedoch auf nur gerade acht Prozent der Landesfläche.

Europäer mag auch erstaunen, dass sich kanadische Farmer fast ohne staatliche Subventionen auf dem Weltmarkt behaupten müssen. Zu einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft tragen deshalb vor allem auch Kreditgeber wie Farm Credit Canada (FCC) bei. Das Unternehmen wurde 1959 unter dem „Farm Credit Act“ von der kanadischen Regierung für die Unterstützung jener Landwirte gegründet, die von den Geschäftsbanken keine Kredite erhalten. Anders als eine Bank nimmt FCC kein Geld entgegen, sondern ist nur als Verleiher tätig.

«Die Farmer setzen unsere Kredite für Saatgut, Dünger, landwirtschaftliche Maschinen, Landzukäufe oder andere Zwecke ein», sagt Greg Hutchinson, Principal Application Developer bei FCC. Das Unternehmen beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende in 100 Niederlassungen und betreut fast 70‘000 Kunden. «Bei uns findet man keine typischen Banker, sondern Leute mit einem landwirtschaftlichen Hintergrund und einer Passion für Farming», ergänzt Hutchinson.

 

Darlehensverlängerung automatisieren

Mit der Zeit ist aus dem früheren «Lender Of Last Resort» ein «Lender Of First Choice» geworden. FCC kommt heute auf einen Marktanteil von 60 Prozent. Viele Kredite werden auf regelmässiger Basis erneuert. Für die Verlängerung dieser Darlehen sind rund 600 Mitarbeitende zuständig. Während Jahren mussten dafür Excel-Tabellen manuell nach zur Rückzahlung fälligen Krediten durchforstet werden. Deshalb beschloss Hutchinson vor einigen Jahren, diese Arbeit mit einem neuen Loan Renewal Process (LRP) zu automatisieren. «Der neue LRP sollte als Rich Internet Application (RIA) bereitgestellt werden mit dem Ziel, alle für die Darlehensverlängerung benötigten Informationen aus verschiedenen Basissystemen sowie die notwendigen Prozessschritte auf einer browserbasierten Oberfläche zusammenzufassen», präzisiert Hutchinson. Mitarbeitende könnten so von jeder beliebigen Arbeitsstation auf eine «Work List» mit allen über die nächsten 90 Tage zu verlängernden Krediten zugreifen. Per Doppelklick auf ein Dossier würden sie dann automatisch durch alle Schritte des Verlängerungsprozesses geführt.

Das IT-Team um Hutchinson startet mit der Entwicklung des neuen LRP zunächst auf Basis der JSF-Technologie (JavaServer Faces). 15 Monate später sollte der neue Prozess fertig entwickelt und implementiert sein. Doch Hutchinson war mit dem Fortgang der Arbeiten nicht zufrieden: «Die mit JSF gebaute Applikation fühlte sich hölzern an. Wir hatten Mühe, eine brauchbare Benutzeroberfläche zu erstellen. Ausserdem war die Technologie sehr komplex und überaus fragil. Wenn wir an einer Stelle etwas änderten, ging an einer anderen etwas kaputt», erinnert er sich. An der Fachkonferenz JavaOne wohnte er einer Demo von ULC Core bei, dem Kernstück der RIA Suite der Basler Canoo Engineering. Das Konzept überzeugte auf Anhieb. Kurz darauf fand ein dreiwöchiger Test (Proof of Concept) statt. Nachdem das Management sein Einverständnis gegeben hatte, begannen die Entwickler acht Monate nach dem ursprünglichen Projektbeginn damit, den LRP auf der Basis von ULC Core vollständig neu zu entwickeln. Sie waren mit dem Werkzeug in kürzester Zeit vertraut – auch weil der Wissenstransfer von der bestehenden Java-Plattform zum ebenfalls Java-basierten ULC Core perfekt funktionierte. «Obwohl wir fast acht Monate verloren und bereits 50 Prozents unseres Budgets verbraucht hatten, gingen wir am geplanten Termin live, ohne das ursprüngliche Budget zu überschreiten», bilanziert Hutchinson.

 

Schneller und intuitiver als die Konkurrenz

Gegenüber anderen RIA-Baukästen bringt ULC Core viele Vorteile: «Am wichtigsten für uns war die massive Zeitersparnis. Mit ULC Core waren wir doppelt so schnell in der Entwicklung der neuen Benutzeroberfläche, die zudem erst noch intuitiver ist und weit mehr Funktionalitäten bietet. Das Produkt erwies sich als äusserst stabil und unsere Entwickler fanden sich damit schnell zurecht», fasst Hutchinson zusammen. Als grössten Vorteil von ULC Core hebt er hervor, dass der RIA-Baukasten vollständig Java-basiert ist und deshalb die Komplexität erheblich reduziert, was Zeit und Kosten spart. Eine wesentliche Reduktion des Programmieraufwands bringt laut Hutchinson auch das rein serverseitige Architekturkonzept. Aktualisierungen und Erweiterungen können damit deutlich rascher realisiert und Applikationen schnell und lokal getestet werden. Inzwischen hat FCC weitere Projekte auf der Basis von ULC Core in Angriff genommen. Aktuell werden etwa neue Benutzeroberflächen für das CRM-System oder für eine Banking-Lösung entwickelt.

Hutchinson lobt auch die effiziente Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Canoo Engineering in der Schweiz. Um den spezifischen Bedürfnissen der kanadischen Entwickler noch besser Rechnung zu tragen, haben die Ingenieure von Canoo ULC Core um einen zusätzlichen Abstraktionslayer erweitert. Diese speziell für FCC entwickelte «Work Bench» vereinfacht heute den Programmierern dank Funktionalitäten wie Fenster-Navigation, kontextsensitiver Suche oder speziellen Toolbars die Arbeit zusätzlich. «Die Spezialisten von Canoo verfügen über eine breite Wissensbasis und können bei Bedarf schnell ergänzend in unsere diversen Projekte eingebunden werden», sagt Hutchinson.

Und abschliessend fügt er an:

 

“Canoo erfüllt immer und übertrifft dabei erst noch regelmässig unsere Erwartungen”.

 

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